Das Archiv der Sudetendeutschen

Transportlisten der Vertreibung 1946


Das Sudetendeutsche Museum bereitet in der ersten Jahreshälfte 2026 die Möglichkeit vor, in den Digitalisaten der in der Tschechischen Republik überlieferten etwa 1000 Transportlisten der Vertreibung des Jahres 1946 zu recherchieren. Das sind etwa 55 Prozent aller Transporte. Die Digitalisate können ab August 2026 in einer Medienstation im Sudetendeutschen Museum in München eingesehen werden.

Bis auf weiteres kann das Sudetendeutsche Institut e. V. in eingeschränktem Umfang aus Kopien von Transportlisten aus dem Jahre 1946 (nicht 1945!) auf Anfrage Einzelauskünfte erteilen und Scans von einzelnen Waggons zusenden. Wegen der zahlreichen Anfragen wird um folgende Beachtung gebeten:

Die Transportlisten sind nicht vollständig. Keine Listen liegen vor von Mähren und Schlesien sowie von sämtlichen Transporten in die SBZ. In diesen Fällen und für Transporte aus dem Jahr 1945 muss man sich an das zuständige Bezirksarchiv wenden. Die Anschriften der Bezirksarchive in der Tschechischen Republik finden Sie hier: https://cesarch.cz/archivnictvi/adresar-archivu/.

  1. In der schriftlichen Anfrage an das Sudetendeutsche Institut ist für die statistischen Erfassung die vollständige Postanschrift des Absenders anzugeben.

2. Es können nur Anfragen beantwortet werden, die sich auf ein konkretes Datum und den Lagerort (Bezirk) beziehen. Notwendig ist darüber hinaus die Angabe von Familiennamen, Vornamen, Alter und letztem Wohnort der Betroffenen.

3. Für Heraussuchen und Zusenden des Eintrages wird um eine Spende von 10 Euro an das Sudetendeutsches Institut e. V., HypoVereinsbank München, IBAN: DE44 7002 0270 0000 5633 07 (Swift: HYVEDEMM), gebeten. Nach Zahlungseingang erfolgt die Zustellung des/der Scans.

Von folgenden Abgangsbahnhöfen liegen die Transportlisten – nicht immer vollständig!ausschließlich in die US-Zone vor:
Asch
Aussig – Lärchenfeld
Bischofteinitz (Holleischen)
Buchau
Budweis
Eger
Elbogen
Falkenau
Graslitz
Kaaden
Kaplitz
Karlsbad
Klattau
Königswart
Krummau
Marienbad
Neudek
Niklasdorf
Podersam
Prachatitz
Reichenberg
Reichenau (Gablonz)
Reinowitz (Gablonz)
Rumburg
St. Joachimsthal
Schluckenau
Schüttenhofen
Tepl
Tetschen
Warnsdorf

Einen sehr guten, aber nicht vollständigen Überblick über die Transporte 1946 liefert Wilhelm Jun (+):
https://www.sudetendeutsche-familienforscher.de/wp-content/uploads/2020/05/Verzeichnis_Vertreibungstransporte_1946_V9.pdf
oder
https://www.sudeten-bw.de/userfiles/downloads/2021%20Verzeichnis_Vertreibungstransporte_1946_V9.pdf

Bitte richten Sie Ihre Anfragen an:

Dr. Raimund Paleczek
Sudetendeutsches Institut e.V.
Hochstraße 8, 81669 München
paleczek@sudetendeutsches-arch
iv.de