| Bestände Schriftgutarchiv |
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Die Bestände des Sudetendeutschen Archivs umfassen Akten von sudetendeutschen und vertriebenennahen Organisationen und Institutionen (Sudetendeutsche Landsmannschaft mit ihren Gliederungen, Sudetendeutscher Rat, Sudetendeutsche Turnerschaft, Gemeinschaft sudetendeutscher Flieger sowie z.B. Hauptausschuß für Flüchtlinge und Ausgewiesene in Bayern usw.) sowie Nachlässe, Aufzeichnungen und Autographen von sudetendeutschen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft (z.B. Rudolf Lodgman von Auen, Wenzel Jaksch, Walter Becher, Hans Tropsch, Hans Watzlik). Die Bestände stammen, geschichtlich bedingt, überwiegend aus der Zeit nach 1945/46, also nach der Vertreibung. Erwähnenswert sind dabei besonders die Bestände des Sudetendeutschen Heimatbundes aus den 20er-und 30er-Jahren, Unterlagen des sudetendeutschen Exils in England und Schweden (Nachlässe Wenzel Jaksch und Karl Kern), eine stattliche Sammlung von Vertreibungsdokumenten und -objekten (z.B. die Kennzeichnungen für Deutsche 1945/46 oder Anschläge, Anweisungen, Besitztumsmeldungen, Transport- und, Lebensmittelkarten). Auch die Eingliederung der Sudetendeutschen, vor allem in den Ländern der Bundesrepublik, ist durch verschiedene Bestände und Sammlungen dokumentiert. Einige kommunale oder kirchliche Aufzeichnungen fanden den Weg in die Sammlungen der Vertriebenen, die weit überwiegende Zahl derartiger Chroniken und Kirchenbücher etc. aber ist den staatlichen und kommunalen Archiven zu finden. Der Bestand von geographischen wie politischen Karten, von Stadt-, Orts-, Flur- und Sprachen- sowie Nationalitätenkarten aus verschiedenen Epochen dokumentiert u.a. die Besitzstände der jeweiligen Gebiete, läßt die Entwicklungen der einzelnen Regionen nachvollziehen, aber auch die kartographischen Fortschritte erkennen, die von den Karten der frühen Neuzeit bis hin den aktuellen Kartenwerken der Gegenwart reichen. Besonders zu erwähnen sind das Kartenwerk des Johann Christoph Müller mit dem Titel Geographische Karte des Königreichs Böhmen ... (erschienen Nürnberg 1720) sowie die die ehemals von Sudetendeutschen besiedelten Gebiete im Maßstab von1:25.000 (meist deutsch und tschechisch beschriftet), die sehr detailliert den Stand der späten dreißiger Jahre vermitteln. Die Sammlung von Plakaten enthält überwiegend Objekte ab den fünfziger Jahren, wobei die Plakate der Sudetendeutschen Tage fast lückenlos vorhanden sind. Weiter werden seit einigen Jahren Plakate zu Veranstaltungen im Sudetendeutschen Haus und von sudetendeutschen Institutionen verstärkt gesammelt, aber auch, wenn möglich, historische Plakate von Antiquariaten (z.B. aus der Zeit des Protektorats Böhmen und Mähren) angekauft. Siegel,
Stampilien (etwa der Deutschböhmischen
Landesregierung, 1918/19) und ähnliche
Objekte konnten bisher nur in sehr geringem
Umfang erworben werden. |
| Tonarchiv |
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Das Tonarchiv umfaßt mehrere Hundert Spulentonbänder, Kassetten und Schallplatten mit Mitschnitten von Radiosendungen von und über Vertriebene, Interviews mit Zeitzeugen der 30er- bis 60-er Jahre und Aufnahmen von sudetendeutschen Mundarten, von Volksmusik und verschiedenen Veranstaltungen. Bestand
Tonarchiv folgt noch. |